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Was macht Feinstaub mit unseren Allergien?

Umwelt

In Gebieten mit einer hohen Feinstaubbelastung leben Menschen deutlich ungesünder. Denn sie verursachen nicht nur Enzündungen der Atemwege, sondern sind auch maßgeblich am Entstehen von Allergien beteiligt. Und verstärken deren Intensität.

Mehrere Studien in unterschiedlichen Ländern haben bewiesen, was schon lange vermutet worden ist: Feinstaub erhöht die Mortalität und Allergieentwicklung in der Gesamtbevölkerung. Denn Feinstaubpartikel sind zum Teil so klein, dass sie sehr tief in die Lunge eindringen, dort die Atemwege reizen und Entzündungen auslösen. Je höher die Konzentration, desto größer ist das Gesundheitsrisiko.
 

Verstärkt Feinstaub Pollenallergien?

Dass Feinstaub die Gesundheit belastet, steht außer Frage. Weniger bekannt ist aber immer noch, dass Feinstaub ein Hauptgrund für das verstärkte Auftreten von Heuschnupfen ist. So zeigen Studien, dass ein Zusammenhang zwischen verkehrsbedingtem Feinstaub und dem Risiko, an asthmatischer Bronchitis und einer Pollenallergie zu erkranken besteht. Denn: Umweltschadstoffe können nachweislich zu einer erhöhten Durchlässigkeit der Atemwegsschleimhaut für Allergene führen und die Bildung von allergieauslösenden Antikörpern beeinflussen. Man nimmt daher an, dass das auch der Grund für die  Entwicklung einer Allergie ist. Besonders betroffen sind Pollenallergiker, denn die Pollen mutieren und werden durch die Umweltschadstoffe immer aggressiver. Treffen Pollen und Feinstaubpartikel aufeinander, verstärken sich die Immunreaktionen des Körpers deutlich. Dass lässt die Allergie intensiver werden.
Wissenswert: Interessanterweise gilt dies anscheinend nicht für Stallstaub: Dieser enthält unter anderem ein Zuckermolekül von Futterpflanzen. Möglicherweise ist dies auch ein Grund dafür, dass Landkinder mit viel Stallkontakt seltener an Allergien erkranken als Stadtkinder.
 

Feinstaub: Was ist das eigentlich?

Feinstaub hat wenig mit dem zu tun, was sich in der Wohnung auf Schränken und Regalbrettern sammelt. Damit werden Schwebstaubpartikel bezeichnet, die sehr viel kleiner sind als herkömmlicher Staub. Diese für das Auge unsichtbaren Kleinstpartikel entstehen zum Beispiel im Straßenverkehr durch den Abrieb der Reifen auf dem Asphalt oder aus dem Auspuff (vor allem bei Dieselfahrzeugen), kommen aber auch aus Schornsteinen, Fabriken und Häusern. Besonders Baustellen erhöhen die Feinstaubbelastung in der unmittelbaren Umgebung stark. Allgemein gilt:

Wohnt man an einer stark befahrenen Straße, muss man durch die erhöhte Luftbelastung mit dem vermehrten Auftreten von Atemwegserkrankungen rechnen. Sogar im Innenbereich entstehen die Partikel durch Rauchen, aber tatsächlich auch durch Kochen. Hier allerdings in deutlich geringerer Zahl.

Ein neues Phänomen bereitet Gesunheitsexperten immer mehr sorgen. Seit 15 Jahren nimmt die Zahl der Waldbrände in Mitteleuropa immer mehr zu. Durch die dabei freigesetzten Schadstoffe kommt auch Feinstaub in die Luft. Und das merkt man noch teilweise 50 Kilometer weiter. 

In Österreich ist besonders Wien von einer starken Belastung betroffen, wie eine Karte des Europäischen Instituts für Feinstaub zeigt:

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Quelle: Spatial assessment of PM10 and ozone concentrations in Europe


Wie kann ich mich vor Feinstaub schützen?

Feinstaub lauert überall und gefährdet quasi unsichtbar unsere Gesundheit. Deshalb ist es wichtig, zu wissen, wie man sich schützen kann.
Die wirksamste Art die Feinstaubbelastung zu reduzieren ist, auch wenn es offensichtlich klingt, sich den Partikeln möglichst wenig auszusetzen. Es sollte vor allem von Pollenallergikern versucht werden, die Belastung in den eigenen vier Wänden gering zu halten.

Luftfilter sind dabei besonders effektiv und können die Feinstaubmenge in Wohnräumen gesundheitsrelevant senken. Das belegt chinesische Studie aus dem Jahr 2017: In einer Doppel-Blind-Studie wurden 55 gesunden Studenten in Shanghai über neun Tage lang entweder Luftfilter oder Attrappen in die Schlafzimmer gestellt. Medizinische Vor- und Nachuntersuchungen belegten eindeutig positive Auswirkungen der Luftfilter: Die Studenten, in deren Wohnung sich nur ein Dummiegerät ohne Luftfilter befand, hatten einen signifikant höheren Blutdruck und schlechtere Insulinwerte. Ihre Biomarker zeigten einen höheren oxidativen Stress und höhere Entzündungswerte als die Studenten mit funktionierenden Luftreinigern.

Außerdem kann jeder seinen eigenen Teil zur Reduktion beitragen, etwa durch das Verzichten auf unnötige Autofahrten oder ein energiesparendes Leben.

 

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